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Psychotherapie und Hypnotherapie

Psychotherapie
Ein Überblick

über unsere psychotherapeutische Tätigkeit sowie Einblicke in die wichtigsten Themenbereiche und Störungsbilder, die wir behandeln, sollen Ihnen hier als erster Wegweiser für Ihr persönliches Anliegen dienen.

Informieren Sie sich darüber, was Sie mit diesem Angebot verändern und erreichen können.

Unser hypnotherapeutischer Ansatz eignet sich neben den vielfältigen Hilfestellungen für Erwachsene auch besonders für die Therapie von Kindern und Jugendlichen.

Hypnotherapeutische Psychotherapie

Psychotherapie - Störungsbilder, die wir behandeln

Störungsbilder, die wir behandeln

 

Phobien

Es gibt eine Fülle von Phobien, unter denen Menschen leiden können. Hier ein kleiner Überblick:

  • Agoraphobie: Die Angst vor Menschenmengen, öffentlichen Plätzen, Reisen allein oder Reisen vom Wohnort weg.
  • Tierphobien: wie Angst vor Spinnen (Arachnophobie), Insekten, Hunden, Vögeln, Mäusen.
  • Situative Phobien: Flugangst, Höhenangst, Klaustrophobie (Aufzüge, Tunnel, Dunkelheit)
  • Natur-Phobien: Blitz, Donner, Wasser, Wald, Naturgewalten.
  • Behandlungsphobien: Angst vor Behandlungen, vor Schmerz, Anblick von Blut, Spritzen, Verletzungen.

    (Siehe Hypnose bei medizinischen Anliegen)

Derartige Phobien können die Bewegungsfreiheit eines Menschen und damit seine Lebensqualität enorm einschränken. Auch hier reagieren Menschen weniger auf rationale Argumente als auf ihre Vorstellungen, die oft in Fehlverarbeitungen ihrer Erfahrungen begründet sind.

Hilfreich ist eine Kombination aus hypnotherapeutischen und übenden Verfahren.

 

 

Panikstörungen

Panische Reaktionen sind auch bei Tieren auslösbar, wenn diese sich bedroht und umzingelt fühlen. Sie sind gekennzeichnet durch plötzlich auftretende Angstattacken, die abrupt und unvorbereitet entstehen, die betroffene Person in extreme Erregung versetzen und als überfallartig und unkontrollierbar erlebt werden.

Panikstörungen erreichen in kurzer Zeit ihren Höhepunkt und dauern meistens einige Minuten an.

Panik entsteht bei Menschen oft als Reaktion auf Bedrohung und Überlastung. Die Betroffenen ignorieren häufig ihre Gefühle und meinen alle Situationen durchhalten zu müssen.

Neben der Erfahrung, es passiert Dir nicht wirklich etwas, ist für einen Therapieerfolg die Erkenntnis wichtig, welche Situation man als überfordernd und umzingelnd wahrnimmt und welche Gefühle und Impulse man unterdrückt.

 

 

Generalisierte Angststörung

Diffuse Ängste mit Anspannung, Besorgnis und Befürchtungen über alltägliche Ereignisse, begleitet von weiteren psychischen und körperlichen Symptomen.

 

 

Angst und depressive Störung

Angst und Depression kommen häufig in Kombination vor und bedingen und verstärken sich gegenseitig.

Da Angst den Bewegungsspielraum einer Person enorm einschränken kann, gelingt es nicht, die eigenen Bedürfnisse angemessen zu verwirklichen. Dies verstärkt die Depressionen. Gleichzeitig verstärkt die Depression die Angst, aus diesem Teufelskreis nicht ausbrechen zu können.

 

 

Soziale Ängste

Angst vor sozialen Situationen, bei denen man auffallen könnte sowie die Angst, sich peinlich zu verhalten.

Die Angst vor dem Erröten ist ein Beispiel.

Oft finden sich bei Betroffenen Erfahrungen aus Kindheit und Jugend, die aufgearbeitet werden sollten. Gleichzeitig können übende Verfahren angewendet werden.

 

 

Hypochondrie

Betroffene sind übermäßig um ihre Gesundheit besorgt, registrieren aufmerksam jedes Körpersignal und interpretieren dies als möglichen Ausdruck schwerer Erkrankungen.

Natürliche körperliche Reaktionen werden als Krankheitszeichen fehlgedeutet.

Die übersteigerte Selbstbeobachtung führt zu häufigen Arztbesuchen. Der Versuch über Arztbesuche Sicherheit zu schaffen, misslingt dem Betroffenen, da nach kurzer Zeit die alten Befürchtungen wieder auftauchen.

Hypochondrie ist oft mit unterschwelligen Ängsten verknüpft, das eigene Leben nicht steuern zu können. Manchmal ignorieren Betroffene wichtige Bedürfnisse, so dass das Gefühl entsteht, nicht wirklich am Leben teilzunehmen.

 

 

Behandlung von Ängsten und Phobien

Wir kombinieren für die Überwindung von Ängsten verschiedene Verfahren (z.B. auch verhaltenstherapeutische Übungen).

Hypnotherapeutische Ansätze liefern dabei Methoden und Techniken, die vor allem dann hilfreich sind, wenn der Hintergrund der Ängste unbewusst ist, wie in der Regel bei Hypochondrie, Panikattacken und generalisierten Angststörungen.

Mit hypnotherapeutischen Verfahren können zudem belastende Erfahrungen und Traumata, die manchen Ängsten (z.B. sozialen Ängsten) zugrunde liegen, aufgearbeitet werden.

 

Jede dunkle Nacht hat ein helles Ende

Nach Schätzungen sind vier Millionen Deutsche akut von einer Depression betroffen. Bis zum 65. Lebensjahr haben bis zu zehn Millionen eine Depression durchlitten.

 

Symptome

Depressionen sind charakterisiert durch: Gedrückte eingeengte Stimmungslage, Antriebshemmung, Müdigkeit, innere Unruhe, Konzentrations- und Entscheidungsschwäche, verlangsamtes Denken, sinnloses Grübeln, übertriebene Sorge bezüglich der Zukunft, Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit, soziale Isolation, Selbstentwertung und Schuldgefühle.

Nicht selten treten im Zusammenhang mit Depressionen spezifische Ängste auf.

Schwere Depressionen können sich durch Zustände völliger Sinnlosigkeit und einem Gefühl der inneren Leere oder einer vollkommenen Gefühllosigkeit zeigen.

Oft zeigen sich Depressive Erkrankungen auch in körperlichen Störungen. Neben Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahmen oder auch Zunahmen durch übermäßiges Essen (Kummerspeck), Schlafstörungen und Libidoverlust können Schmerzen in verschiedenen Körperregionen mit Depressionen zusammenhängen.
Häufig werden von den Betroffenen nur die körperlichen Störungen als Problem wahrgenommen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von larvierten Depressionen.

 

 

Hypersoziale Menschen

Depressionen treffen häufig hypersoziale Menschen, die sich bemühen, es anderen recht zu machen und dabei ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigen bzw. diese oft gar nicht mehr wahrnehmen.

Aus diesen Interaktionsmustern ergeben sich oft „Minusgeschäfte“ bzw. Gratifikationskrisen, bei denen der Betroffene keinen ausreichenden Gegenwert für seine ständigen Bemühungen bekommt.

Viele dieser Interaktions- und Reaktionsmuster haben sich schon in der Kindheit entwickelt.
Menschen mit Depressionen haben oft schon in der Kindheit gelernt, ihre eigenen Bedürfnisse zum Wohle anderer zurückzustellen oder sind über Schuldgefühle oder Liebesentzug davon abgehalten worden, das zu tun, wonach ihnen zu Mute war.

Depressive Menschen waren in ihrer Kindheit selten frech oder widerborstig.

 

 

Therapeutischer Ansatz I

Hypnotherapie ist in Kombination mit anderen Verfahren eine Methode der Wahl, da sie schnell die alten dysfunktionalen Kommunikationsmuster bewusst macht und u.a. über die Aufarbeitung ungünstiger Kindheitserfahrungen eine Veränderung dieser Muster und ein Neulernen von alternativen Strategien der Selbststeuerung und der Beziehungsgestaltung ermöglicht.

 

 

Traumatische Ereignisse

Manchmal haben traumatische Ereignisse verbunden mit starken Gefühlen der Macht- und Hilflosigkeit dazu geführt, dass die Überzeugung entstanden ist, in einer Welt zu leben, die man ohnehin nicht beeinflussen kann. Solche Ereignisse wirken dann häufig nach und belasten das aktuelle Leben des Betroffenen.

Diese Ereignisse können aufgearbeitet werden.

 

 

Mangelnde Kompetenzerfahrungen

Depressive Menschen glauben auf Grund ihrer negativen Erfahrungen, dass sie keine Möglichkeit haben, über ihr Handeln und ihre Entscheidungen die eigenen Gefühle beeinflussen zu können.

Die vielfach gemachte Erfahrung ist: „Wenn ich mich bemühe, bringt es doch nichts.“

Diese mangelnde Kompetenzerfahrung verhindert, dass weitere Versuche unternommen werden, die eigene Situation zu verändern.

 

 

Therapeutischer Ansatz II

Ein entscheidender Fortschritt ergibt sich, wenn der unter Depressionen Leidende erkennt, welche Entscheidungen und Handlungen und welche faulen Kompromisse oder Beziehungen ihn in die Depression gebracht haben, und er spürt, dass Veränderungen in seiner Art mit sich selbst und anderen umzugehen, tatsächlich seine Depressionen beseitigen.

Es reicht nicht, kognitiv zu begreifen, dass eine positive Veränderung der emotionalen Befindlichkeit durch adäquates Handeln und die richtigen Entscheidungen möglich ist. Man sollte es emotional erleben können.

Eine von Ortwin Meiss entwickelte und gelehrte hypnotherapeutische Technik vermittelt genau diese Erfahrung.

 

Essstörungen kann man nicht weghypnotisieren ohne die Hintergründe zu bearbeiten.

Die Essstörung ist als Symptom zu betrachten, welches der Organismus produziert, um seine innere Stabilität zu gewährleisten. Werden die meist unbewussten Themen, welche die Symptome zu Tage treten lassen, aufgearbeitet, ergibt sich meist von selbst ein gesundes Essverhalten.

 

Übergewicht

Der Versuch, übermäßiges Essen zu kontrollieren,               
klappt so lange, bis die Kontrolle zusammenbricht               

Übergewicht kann verschiedene Hintergründe haben, was bedeutet, dass es wichtig ist, einen auf die Hintergrundsproblematik zugeschnittenen Ansatz zu wählen, um einen Therapieerfolg zu erzielen.

Typische Themen, die mit einer Übergewichtsproblematik verbunden sein können:

  1. Stress, Frust und Unbefriedigung (Essen als Frustbewältigung)
  2. Einsamkeit und das Gefühl, nicht geliebt zu werden (Essen als Trost)
  3. Selbsthass und Selbstablehnung (Essen als Aggressionsabbau)
  4. Entfremdung von den eigenen Bedürfnissen (Essen als Versuch, sich etwas Gutes zu tun)
  5. Ängste und Traumata (Essen zur Beruhigung und Ablenkung)

Hypnotherapeutische Verfahren bieten eine Fülle von Ansätzen, um für die spezifischen Themen Lösungen zu finden und eine langfristige Veränderung des Verhaltens zu ermöglichen.

 

 

Bulimie

Diese Essstörung steht oft im Zusammenhang mit Selbstwertproblemen und mangelnder Selbstakzeptanz.

Häufig besteht das Gefühl, bestimmten Ansprüchen nicht zu genügen, was zu Selbstabwertungen und Selbstbeschuldigungen führt. Befürchtet wird, den an sich selbst gestellten Erwartungen nicht gerecht zu werden.

Oft gibt es wichtige Bezugspersonen, die überhöhte Ansprüche an das Kind/die Jugendliche gestellt haben bzw das Kind/die Jugendliche hat die Reaktionen der Eltern so interpretiert, dass nur das Beste gut genug ist.

 

 

Magersucht

Diese Essstörung kann verschiedene Hintergründe haben.

Oft finden sich familiäre Themen, wo unterschwellige Konflikte nicht offen ausgetragen werden. Vielfach wird versucht, Gefühle und unerwünschte Bedürfnisse über die Kontrolle des Gewichts in den Griff zu bekommen und dabei das Untergewicht nicht mehr zu spüren. Die Magersucht ist dann ein Versuch, das Leben selbst über das Gewicht wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Manchmal können unterschwellige Ängste, erwachsen und damit von einer Jugendlichen zur Frau zu werden, eine Rolle spielen.

 

Sexualstörungen können unterschiedliche Hintergründe haben.

Bei manchen Störungen gibt es Selbstverstärkungsschleifen. Die ängstliche Erwartung, dass es wieder nicht klappt, provoziert genau das, was man befürchtet Manchmal können aktuelle Konflikte im Beruf oder in der Partnerschaft die sexuelle Lust trüben. Eine sexualfeindliche oder körperfeindliche Erziehung kann eine Rolle spielen. In bestimmten Fällen können sexuelle Traumata im Hintergrund liegen.

Je nach Situation kann es sinnvoll sein, den Partner in die Therapie einzubeziehen.

 

Vorzeitiger Samenerguss

Die sexuelle Lust beider Partner wird beeinträchtigt.

Das Symptom hat weniger mit übermäßiger sexueller Erregung als mit einem Übermaß an Aufregung zu tun. So kann das Symptom auch in Kombination mit Erektionsstörungen auftreten.

Neben der oft vorhandenen Selbstverstärkungsschleife, die durch die Befürchtung, dass es wieder auftritt, in Gang gebracht wird, können unbewusste Konflikte eine Rolle spielen.

Wichtig ist, dass der Betroffene wieder zu einem Gefühl der Kompetenz und zur Ruhe und Entspannung findet.

 

 

Erektionsstörungen

Sexuelle Erregung hat nichts mit Können sondern mit Lust zu tun. Wenn die Sexualität zu einer Leistung wird, die Mann zu vollbringen hat, hat die Lust wenig Chance sich zu entwickeln.

Auch bei diesem Symptom gibt es Selbstverstärkungsaspekte durch die Angst, es wieder nicht hinzubekommen und zu versagen. Es ist wichtig, dass der Betroffene wieder zu seiner Lust zurückfindet. Dazu sind manchmal Einstellungsänderungen sowie eine Auflösung der Unruhe und eine Bearbeitung der Leistungsängste notwendig.

 

 

Empfindungslosigkeit und Erregungsstörungen

Empfindungsstörungen und Erregungsstörungen (Orgasmusstörung) können mit einer sexualfeindlichen Erziehung und mit unbewussten Verboten, Sexualität zu genießen, zu tun haben. So können Schuldgefühle bezüglich Lust und Genuss die Sexualität erheblich beeinträchtigen.

Empfindungsstörungen können auch mit negativen sexuellen Erlebnissen verknüpft sein.

Da das, was die Sexualität stört, oft unbewusst ist, kann die Hypnotherapie ein Weg sein, diese unbewussten Hemmnisse bewusst zu machen und aus dem Wege zu räumen.

 

 

Sexualaversionen und Sexualphobien

Beide Symtome haben ihren Hintergrund oft in negativen sexuellen Erlebnissen, die nicht verarbeitet sind. Hier ist es meist nötig, diese Erlebnisse aufzuarbeiten.

In einzelnen Fällen können auch von Bezugspersonen übernommene Ängste und Befürchtungen eine Rolle spielen.

 

 

Vaginismus

Die Verkrampfung der Scheidenmuskulatur sollte als Schutzmechanismus verstanden werden, der dann in Gang gesetzt wird, wenn die Betroffene sich bedroht oder bedrängt fühlt.

Oft sind es alte negative Erlebnisse, die durch äußere Anlässe aktiviert werden.

 

 

Definition

Als psychisches Trauma bezeichnet man eine starke psychische Erschütterung, die durch ein traumatisierendes Ereignis oder Erlebnis hervorgerufen wird.

Neben schweren Unfällen, Naturkatastrophen; Geiselnahmen, Vergewaltigungen können auch Operationen oder Erfahrungen von schwerer Gewalt und Missbrauch traumatisierend wirken. Dabei muss die Erfahrung nicht selbst gemacht worden sein. Auch Zeugen von Ereignissen katastrophalen Ausmaßes können traumatisiert werden.

Derartige Erfahrungen können bei den Betroffenen zu extremem Stress mit Gefühlen der Hilflosigkeit, des Ausgeliefertseins und des Entsetzens führen.

 

 

Symptome

Typische Symptome nach einer Traumatisierung sind:

  • Hyperarousal (erhöhte Wachsamkeit, Schreckhaftigkeit, hohe Anspannung, innere Unruhe)
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Starkes Kontrollbedürfnis (oft zwanghafte Züge)
  • Emotionale Taubheit und Dissoziationszustände
  • Flash-Backs ausgelöst durch bestimmte Schlüsselreize (Trigger)
  • Unverhältnismäßig starke Reaktionen auf bestimmte Reize
  • Gedankliche Vorwegnahme erneuter Traumata

 

 

Posttraumatische Belastungsstörungen

Die klassische Posttraumatische-Belastungsstörung tritt nach extrem belastenden Ereignissen in der Regel innerhalb eines halben Jahres auf.

Neben Gefühlen der Hilf- und Machtlosigkeit erleben die Betroffenen oft eine tiefgreifende Erschütterung ihres Selbst- und Weltverständnis. Dies insbesondere dann, wenn menschliche Willkür und Grausamkeit mit dem traumatischen Erlebnis verbunden ist.

Bestimmte Schlüsselreize aktivieren oft bewusst oder unbewusst die traumatische Erfahrung. Die Betroffenen fühlen sich dabei ihren eigenen Reaktionen gegenüber ausgeliefert und haben das Gefühl, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren.

 

 

Beziehungstrauma

Schwere Gewalterfahrungen, extreme Vernachlässigung, Grenzüberschreitungen und sexueller Missbrauch sind die Ursache für Beziehungstraumata.

Die traumatische Erfahrung wird durch die Handlung eines anderen Menschen ausgelöst. Die Folgen zeigen sich in einer Vielzahl psychischer Probleme und Symptome. Vor allem aber in der Schwierigkeit, sich auf andere einzulassen bzw. diesen zu vertrauen. Oft gibt es Schwierigkeiten in der Sexualität und in nahen intimen Beziehungen.

Probleme entstehen vor allem dann, wenn man sich in Beziehung zu anderen hilflos ausgeliefert fühlt, wie z.B. bei manchen ärztlichen Untersuchungen oder bei OP´s.

Den Betroffenen ist oft unbewusst, woher die Schwierigkeiten kommen, da die traumatischen Inhalte verdrängt oder dissoziiert werden.

 

 

Hypnotherapie für der Arbeit mit Traumatisierungen

Hypnotherapeutische Methoden sind heute ein fester und unverzichtbarer Bestandteil der Therapie traumatischer Erfahrungen. In fast allen therapeutischen Ausbildungen zur Traumatherapie werden hypnotherapeutische Techniken gelehrt (EMDR-Ausbildung, EGO-State-Therapie, Somatic Experiencing, etc.) auch wenn sie manchmal anders benannt werden.

Die Hypnotherapie erlaubt nicht nur einen schnellen sondern zugleicht einen leichten Zugang zu den verdrängten und dissoziierten Inhalten auf eine Weise, die den Klienten nicht überfordert.

Hypnotherapeutisches Wissen ist für Traumatherapeuten unerlässlich, um bei der Exploration der Traumatisierungen keine unpassenden Suggestionen zu verwenden, welche die Erinnerungen verfälschen könnten.

 

 

Nachholen von Erfahrungen

Menschen leiden nicht nur unter den Erfahrungen, die sie machen mussten, sondern auch unter den Erfahrungen, die sie nicht haben machen können.

Nach der Aufarbeitung der traumatisierenden Erlebnisse können innerlich die Erfahrungen nachgeholt werden, die Betroffene auf Grund der Traumatisierungen oder der damaligen Umstände nicht hat machen können.

Wichtige für ein glückliches und erfülltes Leben bedeutsame Erfahrungen sind:

  • In eine Welt hineingeboren zu werden, die einen willkommen heißt, und wo man als Kind Platz und Raum hat
  • Eltern zu haben, die Grenzen wahren und den eigenen Raum des Kindes respektieren und schützen
  • Eine Mutter zu haben, die einem Wärme gibt, einen Vater zu haben, der einem Orientierung und Halt gibt
  • Kind sein zu dürfen, ohne dass man sich um ein Elternteil kümmern muss
  • Raum zum Spielen haben
  • Eine normale Pubertät zu erleben, wo man sich, neugierig auf das Leben, selbst ausprobieren kann

 

 

Unser therapeutischer Ansatz

Bei klassischen Posttramatischen Belastungsstörungen kombinieren wir die Hypnose mit Reprozessing-Verfahren (EMDR) und der Screen-Technik.

Diese Kombination ist auch bei Sportunfällen das Verfahren der Wahl. Es erlaubt eine schnelle und leichte Auflösung des Traumas.

Bei Beziehungstraumata kommen vor allem Hypnotherapeutische Verfahren in Verbindung mit anderen Ansätzen (z.B. SE) zum Einsatz. Auch wenn die Hypnotherapie schnelle Veränderungen ermöglicht, ist bei Beziehungstraumata oft eine Reihe von Sitzungen notwendig.

 

 

Zur Begriffsdefinition

Der Begriff der Persönlichkeitsstörung kann als Stigmatisierung verstanden und auch gebraucht werden, insbesondere wenn die Persönlichkeit als Ganzes als gestört bezeichnet wird.

Tatsächlich diagnostiziert ein per Definition gesunder Interaktionspartner die zwischenmenschliche Interaktion eines anderen als charakteristisch problematisch. Ein sich selbst als gesund definierender Interaktionspartner diagnostiziert die zwischenmenschliche Interaktion eines anderen als charakteristisch problematisch. (etwas einfacher und verständlicher?)

Wir sehen Persönlichkeitsstörungen nicht als feststehende Charakteristika, sondern als sich wiederholende Verhaltens- und Erlebensmuster, die sich unabhängig von der Verschiedenheit der Situationen und Interaktionspartner wiederholen und ein flexibles, differenziertes und situationsangemessenes Verhalten unmöglich machen.

 

 

Hintergründe und Veränderungsansätze

Psychotherapeutisch lassen sich die Störungen behandeln, die durch aktuelle Krisen aktiviert wurden und/oder durch spezifische Kindheitserfahrungen bedingt sind.

Menschen leiden dabei nicht nur an dem, was sie erlebt haben, sondern oft auch an dem, was sie nicht erleben konnten.

Wenn eine Person die Erfahrung gemacht hat, dass sie nur beachtet wurde, wenn sie Probleme machte oder krank und bedürftig war, neigt sie später dazu, wieder Probleme zu machen oder krank und bedürftig zu sein, um Beachtung zu bekommen.

Wenn jemand nur Gewalterfahrungen kannte, wird er sich in einer Gewalt-Beziehung zu Hause fühlen und Probleme haben, liebevolle Zuwendung anzunehmen.

 

 

Hypnotherapie und Persönlichkeitsstörungen

Nicht alle Persönlichkeitsstörungen sind psychotherapeutisch behandelbar. Wo aber Therapiebereitschaft und eine passende therapeutische Beziehung möglich ist, kann die Hypnotherapie helfen.

Die Hypnotherapie beinhaltet sowohl Techniken zur Aufarbeitung belastender Kindheitserfahrungen wie auch Methoden, die es ermöglichen, nicht gemachte für die persönliche Entwicklung wichtige Erfahrungen innerlich nachzuholen und nachzuerleben.

 

„Ein fröhliches Herz bringt gute
Besserung, aber ein zerschlagener Geist
vertrocknet das Gebein.“
Salomon / Altes Testament

Dass die Psyche direkten Einfluss auf unseren Körper hat, ist eine Binsenweisheit.
Jede Aufregung beschleunigt unseren Herzschlag, Schamgefühle lassen uns das Blut in den Kopf schießen, Angst produziert im wahrsten Sinne des Wortes Schiss.

Psychosomatische Reaktionen sind allgegenwärtig, schließlich soll unser Körper je nach wahrgenommener Anforderung und Situation passend reagieren. Probleme bekommt unser Körper dann, wenn die Balance zwischen Spannung und Entspannung verloren geht, und Anspannungen oder Schreck- und Hilflosigkeitsreaktionen im Übermaß entstehen.

 

Psychosomatische Störungen gleich Befindlichkeitsstörungen?

Noch Anfang der 90er Jahre führte die Psychosomatik innerhalb der Medizin ein Schattendasein. Psychosomatische Patienten galten bei vielen Medizinern als eingebildete Kranke, die eigentlich nichts zu beklagen hätten und deren Nervenkostüm zu schwach sei. Sich mit psychischen und psychologischen Aspekten zu beschäftigen, wurde als lästig und unnötig wahrgenommen.

Diese Einstellung hat sich geändert. Man ist sich heute zunehmend bewusst, dass viele klar diagnostizierbare Krankheiten psychisch beeinflusst oder die Folge von psychischen Belastungen und Konflikten sind.

 

 

An der falschen Stelle angesetzt

Wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass viele körperliche Störungen durch psychische Faktoren beeinflusst sind.
Alle inneren Organe reagieren auf die Psyche, ebenso die Haut. Störungen im Bereich der Atmung, des Herz-Kreislaufsystems, des Magen-Darmtrakts, der Gynäkologie und Urologie sowie chronische Schmerzen können psychosomatisch bedingt sein.

Viele Personen mit psychosomatischen Störungen werden immer noch falsch behandelt.
Da psychische Anspannungen und Probleme messbare körperliche Veränderungen produzieren, ist man geneigt, die Symptome zu bekämpfen, anstatt die „Ursachen“ anzugehen. So als würde man in einem Kraftwerk versuchen, anstelle der Störung die darauf hinweisende rote Signallampe zu entfernen.

 

 

Psychosomatische Störungen schwierig zu diagnostizieren?

Psychosomatische Störungen galten früher als schwierig diagnostizierbar, da den Patienten der Zusammenhang zwischen Psyche und Körperreaktion oft nur unzureichend bewusst war.

Tatsächlich können viele Patienten nicht sagen, was im Leben falsch läuft, da sich die Störungen oft langsam und schleichend entwickeln bzw. sich äußerlich wenig verändert hat, lediglich die Kompensationsmöglichkeiten des Körpers erschöpft sind. Chronischer Stress ist für uns oft schwer wahrnehmbar, da wir uns daran gewöhnt haben.

Somit ist die Frage, „warum habe ich eine Störung?“, nicht einfach zu beantworten. Man kann sagen, ein bestimmter Teil unseres Gehirns, der im normalen Leben dominant ist, hat darüber kein Bewusstsein. Die gute Nachricht: Ein anderer Teil weiß es!

 

 

Hypnotherapie als Behandlungsmethode

Hypnotherapie ist die Methode der Wahl, da sie dem Betroffenen hilft, sehr schnell herauszufinden, wie sich die Störung entwickelt hat und was er tun kann, um wieder zu gesunden.

Die Hypnotherapie nutzt dabei das Wissen des Unbewussten, das mit Hilfe des Therapeuten genau die Informationen präsentiert, die für die Therapie der Symptome notwendig sind.
Der Klient/Patient ist dabei der Experte für sich selbst. Es bedarf lediglich der geeigneten Methode, um dieses Expertenwissen zur Geltung zu bringen. Unsere Klienten und Patienten sind oft überrascht, wie schnell sie sich selbst auf die Spur kommen.

(Wir lehren diese Ansätze und Techniken in unseren Seminaren. Einiges wurde von Ortwin Meiss publiziert. Es gibt eine Reihe von Lehr-DVDs, welche die Effektivität der Methoden dokumentieren.)

 

Chronische Schmerzen ergeben kein einheitliches Symptombild sondern können unterschiedliche Hintergründe haben. Die Behandlungsansätze variieren je nach Hintergrund.

 

Chronische Schmerzen in Folge von schweren Unfällen oder Krankheiten

Durch Unfälle oder schwere Krankheiten können körperliche Schäden entstehen, die chronische Schmerzen zur Folge haben.Hier erweisen sich zwei Ansätze als erfolgreich:

  1. Man kann lernen, sich von den Schmerzen zu distanzieren und sie auszublenden.
  2. Man kann trainieren, die körperlichen Prozesse, die für die Schmerzen verantwortlich sind, positiv zu beeinflussen und schmerzverursachenden körperlichen Veränderungen entgegen zu wirken.

 

 

Zur Aktivierung und Nutzung von Ressourcen und Kompetenzen

Chronische ungelöste und oft unbewusste Konflikte können zu chronischen Schmerzen führen.

So sind die meisten chronischen Kopfschmerzen Ausdruck stressbedingter Fehlregulationen, viele Kiefer- und Zahnprobleme durch Stress und erhöhte Muskelspannung im Kiefer bedingt.

Hier ist es wichtig, den Konflikt bewusst zu machen und passende Lösungen für die Konfliktsituationen zu erarbeiten.

 

 

Traumatische Erfahrungen als Hintergrund für Chronischen Schmerz

Traumatische Erfahrungen, insbesondere dann wenn sie abgespalten (dissoziiert) und verdrängt sind, können chronische Schmerzen zur Folge haben.
Hier ist es wichtig, diese Erfahrungen bewusst zu machen und aufzuarbeiten.

Wir haben Patienten behandelt, die über 30 Jahre von Schmerzen geplagt waren und nach der Therapie das erste Mal seit 30 Jahren schmerzfrei waren.

 

 

Chronischer Schmerz als Regulationsmechanismus

Schmerzen können regulative Funktionen bekommen, d.h. sie dienen unbewusst bestimmten Zielen.

Hier lernen die Betroffenen Alternativen zu den Zielen oder alternative Strategien, um Ziele zu entwickeln und zu erreichen, welche die Schmerzzustände überflüssig machen.

 

 

Differenzierter Behandlungsansatz

Der von uns praktizierte schmerztherapeutische Ansatz berücksichtigt die unterschiedlichen Hintergründe des Schmerzgeschehens. Gerade bei chronischen Schmerzen zeigt sich, dass die Beschränkung auf eine Vorgehensweise der Verschiedenheit der Hintergründe in keiner Weise gerecht wird. Nur ein auf die Besonderheit des Betroffenen zugeschnittenes Verfahren kann erfolgreich sein.

Wichtig ist eine ausreichend medizinische Abklärung körperlicher Zusammenhänge, bevor psychotherapeutische Ansätze oder Hypnosetechniken angewendet werden.

 

Zwangsstörungen sind unterscheidbar in Zwangsgedanken und Zwangshandlungen.
Es besteht ein innerer Drang, etwas Bestimmtes zu denken oder zu tun.

Für die Betroffenen ist der Zwang quälend und einschränkend und obwohl er als übertrieben und sinnlos empfunden wird, kann ihm willentlich meist nichts entgegengesetzt werden.

 

Zwangsgedanken (Zwangsideen/Zwangsbefürchtungen/Zwangsvorstellungen)

Sie kreisen oft um die Befürchtung, etwas falsch gemacht oder verstanden zu haben, jemanden geschädigt zu haben oder schädigen zu können, in irgendeiner Weise Unheil anzurichten etc.

Die häufigsten Themen der Zwangsgedanken (Akhtar et al., 1975)

  • Schmutz oder Verseuchung (menschliche oder tierische Exkremente, Schmutz, Staub, Samen, Blut (Menstruation), Keime, Infektionen)
  • Gewalt und Aggression (körperlicher oder verbaler Angriff auf sich selbst oder andere Personen; Unfälle, Missgeschick, Krieg, Katastrophen, Tod)
  • Ordnung (Ordentlichkeit, Symmetriebestrebungen in der Ausrichtung von Gegenständen usw.)
  • Religion (religiöse Praktiken und Rituale, Glaubenssätze, moralische Einstellungen), Magie
  • Sexualität (sexuelle Handlungen an sich oder anderen, inzestuöse Impulse)

Häufig finden sich aggressive Inhalte, z.B. dass jemand befürchtet, Partner und Kinder zu vergiften.

 

 

Zwangshandlungen / Zwangsimpulse

Impulse, bestimmte Handlungen auszuführen.
Bei dem Versuch, die Handlungen zu unterlassen, entstehen massive innere Anspannungen und Ängste. Versuche, Widerstand gegen die Zwangsimpulse zu leisten, werden auf Grund der dann entstehenden Ängste schnell aufgegeben. Danach fühlen sich die Betroffenen meist für eine kurze Zeitspanne weniger ängstlich.

Die zwanghaften Handlungen entwickeln sich oft zu einem Zwangsritual. Die Zwangshandlung wird in einer bis ins Detail festgelegten Art und Weise ausgeführt. Gelingt dies nicht, entsteht weitere Angst, und das Ritual muss von Anfang an wiederholt werden.

Typische Zwänge sind:

  • Reinlichkeitszwang: Waschzwang, Putzzwang, Desinfizieren von Gegenständen
  • Kontrollzwang: ständige Überprüfung von bestimmten Dingen, wie Herdplatten, Türschlössern, Gashähnen, Aschenbechern, wichtigen Papieren
  • Ordnungszwang: Es wird versucht, Symmetrie, Ordnung oder ein Gleichgewicht herzustellen, und Bücher, Kleidung oder Nahrungsmittel nach strengen Regeln perfekt zu ordnen.
  • Berührzwang: Zwang, Dinge anzufassen oder nicht anzufassen
  • Zählzwang: Dinge, die im Alltag auftauchen, werden durchgezählt
  • Verbale Zwänge: Ausdrücke, Sätze oder Melodien werden immer wieder wiederholt

 

 

Therapie von Zwängen

Viele Zwänge können erfolgreich mit Verhaltenstherapie behandelt werden.
Die reine Verhaltenstherapie scheitert aber dann, wenn traumatische Erfahrungen im Hintergrund sind oder ungelöste familiäre Probleme dem Patienten zusetzen.

Hier ist es sinnvoll, vor allem den Hintergrund der Zwänge zu behandeln. Dies kann am leichtesten mit Hypnotherapeutischen Methoden erreicht werden.

 



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